Bei einem dynamischen Stromtarif ändert sich der Preis je Kilowattstunde laufend mit dem Großhandelspreis an der Strombörse. Wer seinen Verbrauch in günstige Zeiten verlegt, kann sparen – wer zu teuren Zeiten viel Strom braucht, zahlt mehr.
Wie funktioniert ein dynamischer Tarif?
Die Börsenpreise für den nächsten Tag stehen meist schon am Vortag fest. Ihr Lieferant gibt sie weiter und ergänzt sie um feste Bestandteile wie Netzentgelte, Steuern, Umlagen und einen eigenen Aufschlag. Häufig kommt eine monatliche Grundgebühr hinzu. Viele Anbieter zeigen die aktuellen Preise in einer App an.
Damit der Verbrauch zeitgenau abgerechnet werden kann, brauchen Sie ein intelligentes Messsystem. Ein herkömmlicher Zähler erfasst nur die Gesamtmenge und reicht dafür nicht aus.
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Wer muss einen dynamischen Tarif anbieten?
Seit dem 1. Januar 2025 sind alle Stromlieferanten verpflichtet, Kunden mit intelligentem Messsystem einen dynamischen Tarif anzubieten (§ 41a EnWG). Ob Sie ihn nutzen, entscheiden Sie selbst.
Für wen lohnt sich das?
Am meisten profitieren Haushalte, die große Verbraucher flexibel steuern können:
- eine Wärmepumpe, am besten mit Wärmespeicher
- ein Elektroauto, das zu günstigen Zeiten lädt
- ein Batteriespeicher, der günstigen Strom zwischenspeichert
- Haushaltsgeräte mit Zeitsteuerung
Wer dagegen vor allem abends kocht, wäscht und heizt, wenn der Strom oft teuer ist, trägt ein höheres Kostenrisiko. In Phasen mit wenig Wind und Sonne können die Preise deutlich steigen. Ausführliche Tipps bietet der Ratgeber zum dynamischen Stromtarif.
Allgemeine Information, keine Rechts- oder Energieberatung im Einzelfall. Maßgeblich sind Ihr Vertrag, die Bedingungen Ihres Versorgers und die aktuelle Rechtslage.