Der Arbeitspreis ist der Preis, den Sie für jede verbrauchte Kilowattstunde Strom oder Gas zahlen. Er wird in Cent je Kilowattstunde angegeben und bildet zusammen mit dem Grundpreis Ihre Energiekosten.
Was steckt im Arbeitspreis?
Der Arbeitspreis ist mehr als der reine Einkaufspreis der Energie. In ihm sind mehrere Bestandteile zusammengefasst:
- die Kosten des Lieferanten für Beschaffung und Vertrieb
- der verbrauchsabhängige Teil des Netzentgelts
- beim Strom die Stromsteuer und verschiedene Umlagen auf den Strompreis, beim Gas die Energiesteuer und der CO₂-Preis
- die Konzessionsabgabe an die Gemeinde
- 19 % Mehrwertsteuer auf die Summe
Nur der erste Punkt liegt wirklich in der Hand des Anbieters. Die übrigen Bestandteile sind gesetzlich oder behördlich festgelegt und gelten für alle Lieferanten im selben Netzgebiet gleichermaßen.
Kostenlos und unverbindlich: Wir zeigen Ihnen günstige Strom- und Gastarife an Ihrem Wohnort – mit Wechselservice und ohne Versorgungslücke.
Brutto oder netto?
Für Privatkunden werden Preise in der Regel brutto angegeben, also einschließlich Mehrwertsteuer. Gewerbetarife nennen dagegen oft Nettopreise. Achten Sie beim Vergleich darauf, dass Sie gleiche Angaben gegenüberstellen. Erhöht ein Versorger seine Preise, betrifft das meist vor allem den Arbeitspreis – darüber muss er Sie vorher informieren.
Warum der Arbeitspreis so wichtig ist
Je höher Ihr Verbrauch, desto stärker bestimmt der Arbeitspreis die Rechnung. Ein Haushalt mit Wärmepumpe oder Elektroauto spürt schon kleine Unterschiede je Kilowattstunde deutlich. Bei geringem Verbrauch fällt dagegen der Grundpreis stärker ins Gewicht. Vergleichen Sie deshalb immer die Gesamtkosten für Ihren tatsächlichen Jahresverbrauch, zum Beispiel mit dem Stromvergleich.
Allgemeine Information, keine Rechts- oder Energieberatung im Einzelfall. Maßgeblich sind Ihr Vertrag, die Bedingungen Ihres Versorgers und die aktuelle Rechtslage.