Wer Strom spart, entlastet sein Budget jeden Monat – oft schon mit kleinen Änderungen im Alltag. Die größten Hebel liegen bei wenigen Geräten und beim Tarif. Hier lesen Sie, wo sich Sparen wirklich lohnt und wie Sie Ihren Verbrauch im Blick behalten.
Wo im Haushalt der meiste Strom verbraucht wird
In den meisten Haushalten verteilt sich der Stromverbrauch auf einige typische Bereiche:
- Kühl- und Gefriergeräte, die rund um die Uhr laufen
- Waschmaschine, Wäschetrockner und Spülmaschine
- Kochen und Backen
- elektrische Warmwasserbereitung, etwa mit Durchlauferhitzer oder Boiler
- Fernseher, Computer, Router und andere Geräte für Unterhaltung und Büro
- Beleuchtung
Wie groß die einzelnen Anteile bei Ihnen sind, hängt von Geräten, Gewohnheiten und der Zahl der Personen ab. Fangen Sie dort an, wo Strom in Wärme oder Kälte umgewandelt wird – da ist das Sparpotenzial meist am größten.
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Kühlen und Gefrieren
Im Kühlschrank reichen etwa 7 °C, im Gefrierfach oder Gefrierschrank −18 °C. Jedes Grad kälter kostet unnötig Strom. Tauen Sie die Geräte ab, sobald sich eine Eisschicht bildet: Eis wirkt wie eine Dämmung und lässt den Kompressor länger arbeiten. Stellen Sie Kühlgeräte nicht neben Herd, Heizkörper oder Spülmaschine und nicht in die pralle Sonne. Lassen Sie warme Speisen erst abkühlen, bevor sie in den Kühlschrank kommen, und öffnen Sie die Tür nur kurz.
Waschen, Trocknen und Spülen
- Für normal verschmutzte Wäsche genügen meist 30 oder 40 °C.
- Eco-Programme laufen länger, verbrauchen aber trotzdem weniger Strom, weil sie das Wasser weniger stark erhitzen.
- Füllen Sie die Trommel möglichst voll, statt mehrmals halb beladen zu waschen.
- Die Wäscheleine kostet nichts. Wer einen Trockner braucht, fährt mit einem Wärmepumpentrockner am sparsamsten.
- Nutzen Sie bei der Spülmaschine das Eco-Programm und spülen Sie Geschirr nicht unter fließendem Wasser vor – grobe Reste abzukratzen genügt.
Kochen, Warmwasser und Licht
Kochen Sie mit Deckel und wählen Sie Töpfe, die zur Größe der Kochplatte passen. Wasser erhitzen Sie im Wasserkocher schneller und sparsamer als im offenen Topf auf dem Herd. Wird Ihr Warmwasser elektrisch erzeugt, etwa mit einem Durchlauferhitzer, ist ein Sparduschkopf eine günstige Anschaffung mit spürbarer Wirkung. Ersetzen Sie alte Glüh- und Halogenlampen durch LED-Leuchtmittel. Sie brauchen deutlich weniger Strom und halten länger.
Stand-by abschalten und Verbrauch messen
Viele Geräte ziehen auch im Stand-by Strom, etwa Fernseher, Spielkonsolen, Lautsprecher oder Drucker. Eine schaltbare Steckdosenleiste trennt mehrere Geräte mit einem Klick vom Netz. Wo genau Strom verloren geht, zeigt ein Strommessgerät, das Sie zwischen Steckdose und Gerät stecken. Solche Messgeräte können Sie oft bei Verbraucherzentralen oder in Bibliotheken ausleihen.
Lesen Sie außerdem regelmäßig Ihren Zählerstand ab, zum Beispiel einmal im Monat. So erkennen Sie Veränderungen früh und erleben bei der Jahresabrechnung keine Überraschung. Ob Ihr Verbrauch eher niedrig oder hoch ist, können Sie mit dem „Stromspiegel für Deutschland“ einschätzen. Er vergleicht Haushalte ähnlicher Größe und Ausstattung miteinander.
Der größte Hebel: der richtige Tarif
Sparsame Geräte und Gewohnheiten helfen, doch oft bringt ein Tarifwechsel am meisten. Wer noch nie gewechselt hat, ist häufig in der Grundversorgung – und die ist oft teurer als andere Tarife. Nehmen Sie Ihre letzte Rechnung zur Hand und vergleichen Sie Angebote im Stromvergleich. Wie Sie Ihre Abrechnung lesen, erklärt unser Artikel Stromrechnung verstehen. Den Wechsel selbst beschreiben wir Schritt für Schritt unter Stromanbieter wechseln.
Allgemeine Information, keine Rechts- oder Energieberatung im Einzelfall. Maßgeblich sind Ihr Vertrag, die Bedingungen Ihres Versorgers und die aktuelle Rechtslage.