Ein intelligentes Messsystem besteht aus einer modernen Messeinrichtung und einem Smart-Meter-Gateway. Das Gateway ist die Kommunikationseinheit: Es überträgt Ihre Messwerte verschlüsselt an berechtigte Stellen wie Netzbetreiber und Stromlieferanten. Umgangssprachlich heißt das System „Smart Meter“.
Was unterscheidet es vom digitalen Zähler?
Eine moderne Messeinrichtung misst digital, behält die Daten aber für sich. Erst das Gateway macht daraus ein intelligentes Messsystem. Es kann Messwerte in kurzen Abständen erfassen, zum Beispiel viertelstündlich, und sie automatisch senden. Das Ablesen vor Ort entfällt. Abrechnungen beruhen dann auf echten Messwerten statt auf Schätzungen.
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Wer bekommt ein intelligentes Messsystem?
Der Messstellenbetreiber muss intelligente Messsysteme unter anderem in diesen Fällen einbauen:
- bei einem Jahresverbrauch über 6.000 Kilowattstunden
- bei einer Photovoltaikanlage mit mehr als 7 Kilowatt Leistung
- bei einer steuerbaren Verbrauchseinrichtung wie einer Wärmepumpe oder Wallbox
Unabhängig davon können Sie den Einbau auf Wunsch verlangen. Die jährlichen Kosten für den Messstellenbetrieb sind gesetzlich gedeckelt. Wie hoch die Obergrenze ist, hängt davon ab, zu welcher Fallgruppe Sie gehören.
Wie sicher sind die Daten?
Smart-Meter-Gateways müssen vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zertifiziert sein. Die Daten werden verschlüsselt übertragen. Welche Werte wer zu welchem Zweck erhält, ist gesetzlich geregelt.
Wofür ist ein Smart Meter nützlich?
Ein intelligentes Messsystem ist Voraussetzung für einen dynamischen Stromtarif und für zeitvariable Netzentgelte. Sie können Ihren Verbrauch außerdem genauer verfolgen und Stromfresser leichter erkennen. Wann sich ein flexibler Tarif lohnt, lesen Sie im Ratgeber Dynamischer Stromtarif.
Allgemeine Information, keine Rechts- oder Energieberatung im Einzelfall. Maßgeblich sind Ihr Vertrag, die Bedingungen Ihres Versorgers und die aktuelle Rechtslage.