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Energie-Lexikon – Gas & Wärme

Wärmepumpe

Auch: Luft-Wasser-Wärmepumpe, Wärmepumpenstrom, Jahresarbeitszahl, Sole-Wasser-Wärmepumpe, Wärmepumpentarif

Abkürzung: JAZ

Von der Redaktion VergleichDirektAktualisiert am 26. Oktober 2026

Eine Wärmepumpe heizt mit Umweltwärme aus der Luft, dem Erdreich oder dem Grundwasser. Sie braucht dafür Strom, gewinnt aber deutlich mehr Wärme, als sie an elektrischer Energie verbraucht.

Wie funktioniert eine Wärmepumpe?

Das Prinzip ähnelt einem Kühlschrank, nur umgekehrt: Ein Kältemittel nimmt die Umweltwärme auf und verdampft dabei schon bei niedrigen Temperaturen. Ein elektrisch angetriebener Verdichter erhöht den Druck und damit die Temperatur. Anschließend gibt das Kältemittel die Wärme an das Heizungswasser ab, kühlt ab, und der Kreislauf beginnt von vorn.

Je nach Wärmequelle unterscheidet man:

  • Luft-Wasser-Wärmepumpen, die der Außenluft Wärme entizehen
  • Sole-Wasser-Wärmepumpen, die über Sonden oder Kollektoren Erdwärme nutzen
  • Wasser-Wasser-Wärmepumpen, die Grundwasser als Quelle verwenden
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Was sagt die Jahresarbeitszahl?

Die Jahresarbeitszahl (JAZ) zeigt, wie effizient die Anlage im Alltag arbeitet. Sie ist das Verhältnis der über ein Jahr erzeugten Wärme zum eingesetzten Strom. Bei gut geplanten Anlagen liegt sie häufig bei etwa 3 bis 4 – aus einer Kilowattstunde Strom werden also etwa drei bis vier Kilowattstunden Wärme. Je niedriger die nötige Vorlauftemperatur der Heizung, desto besser fällt die JAZ aus.

Deshalb funktioniert eine Wärmepumpe auch im Altbau, wenn die Heizflächen groß genug sind und eine moderate Vorlauftemperatur ausreicht. Ein Hydraulischer Abgleich und gegebenenfalls größere Heizkörper helfen dabei.

Strom für die Wärmepumpe

Viele Anbieter haben eigene Wärmepumpentarife, für die oft ein separater Zähler eingebaut wird. Neu angeschlossene Wärmepumpen gelten in der Regel als steuerbare Verbrauchseinrichtung nach § 14a EnWG: Der Netzbetreiber darf ihre Leistung bei drohender Überlastung des Netzes vorübergehend drosseln, dafür zahlen Sie ein reduziertes Netzentgelt. Mit einer eigenen Photovoltaikanlage können Sie einen Teil des Wärmepumpenstroms selbst erzeugen. Weitere Tipps finden Sie im Ratgeber Heizkosten sparen.

Allgemeine Information, keine Rechts- oder Energieberatung im Einzelfall. Maßgeblich sind Ihr Vertrag, die Bedingungen Ihres Versorgers und die aktuelle Rechtslage.

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