Die Engpassleistung ist die höchste Leistung, die ein Kraftwerk unter normalen Bedingungen dauerhaft erbringen kann. Sie wird durch das schwächste Bauteil der Anlage begrenzt – den „Engpass“.
Was bedeutet die Engpassleistung genau?
Ein Kraftwerk besteht aus vielen Komponenten, etwa Kessel, Turbine, Generator und Kühlung. Jede davon hat ihre eigene Grenze. Die Engpassleistung gibt an, was die Anlage als Ganzes über längere Zeit sicher liefern kann. Kurzzeitig erreichbare höhere Werte zählen nicht. Angegeben wird sie als elektrische Leistung, bei Großkraftwerken meist in Megawatt (siehe Watt).
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Brutto und netto
- Brutto-Engpassleistung: die Leistung, die der Generator abgibt
- Netto-Engpassleistung: die Leistung, die tatsächlich ins Netz eingespeist werden kann
Der Unterschied ist der Eigenbedarf des Kraftwerks, zum Beispiel für Pumpen, Lüfter, Kohlemühlen oder die Rauchgasreinigung. Bei großen Wärmekraftwerken ist dieser Anteil spürbar, bei Wind- und Solaranlagen dagegen gering. In Übersichten über den Kraftwerkspark wird häufig die Nettoleistung angegeben, weil sie zeigt, was wirklich im Netz ankommt.
Leistung ist nicht gleich Erzeugung
Die Engpassleistung sagt nur, was ein Kraftwerk maximal kann – nicht, wie viel Strom es im Jahr tatsächlich erzeugt. Dafür ist entscheidend, wie viele Stunden es läuft und wie stark es dabei ausgelastet ist. Diesen Zusammenhang beschreibt die Benutzungsdauer.
Zudem kann die verfügbare Leistung schwanken: Im Sommer etwa kann warmes Kühlwasser die Leistung von Wärmekraftwerken begrenzen. Bei Solaranlagen nutzt man statt der Engpassleistung meist die Spitzenleistung unter Normbedingungen in Kilowattpeak.
Allgemeine Information, keine Rechts- oder Energieberatung im Einzelfall. Maßgeblich sind Ihr Vertrag, die Bedingungen Ihres Versorgers und die aktuelle Rechtslage.