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Energie-Lexikon – Kraftwerke & Erzeugung

Wasserstoff

Auch: grüner Wasserstoff, Elektrolyse, grauer Wasserstoff, blauer Wasserstoff, Wasserstoff-Kernnetz

Abkürzung: H₂

Von der Redaktion VergleichDirektAktualisiert am 16. Oktober 2026

Wasserstoff ist ein Gas, das sich mit Strom herstellen, speichern und später wieder in Energie umwandeln lässt. Er gilt als wichtiger Baustein, um Industrie, Energiespeicher und Kraftwerke klimafreundlicher zu machen.

Wie wird Wasserstoff hergestellt?

Wasserstoff ist kein Rohstoff, den man wie Erdgas einfach fördert, sondern ein Energieträger, der erst unter Einsatz von Energie erzeugt werden muss. Bei der Elektrolyse wird Wasser mit Hilfe von Strom in Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt. Je nach Herkunft spricht man von verschiedenen „Farben“:

  • grüner Wasserstoff: per Elektrolyse mit Strom aus erneuerbaren Energien
  • grauer Wasserstoff: aus Erdgas gewonnen, wobei Kohlendioxid frei wird
  • blauer Wasserstoff: ebenfalls aus Erdgas, das entstehende CO₂ wird aber abgeschieden und gespeichert

Heute stammt der größte Teil des genutzten Wasserstoffs noch aus fossilen Quellen.

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Wofür wird Wasserstoff genutzt?

  • in der Industrie, etwa in Chemie, Raffinerien und künftig bei der Stahlherstellung
  • als Langzeitspeicher für Energie aus Zeiten mit viel Wind und Sonne
  • in Gaskraftwerken, die auf Wasserstoff umgestellt werden können
  • in Brennstoffzellen, zum Beispiel in Fahrzeugen

Für den Transport soll ein bundesweites Wasserstoff-Kernnetz entstehen, das die Bundesnetzagentur 2024 genehmigt hat. Es soll zu einem großen Teil aus umgestellten Erdgasleitungen bestehen.

Vorteile und Grenzen

Bei der Nutzung von Wasserstoff entsteht kein CO₂, sondern im Wesentlichen Wasser. Allerdings geht bei jeder Umwandlung Energie verloren: Wird aus Strom erst Wasserstoff und daraus später wieder Strom, kommt nur ein Teil der ursprünglichen Energie zurück. Der Wirkungsgrad dieser Kette ist deutlich niedriger als bei einem Batteriespeicher. Fachleute sehen den Einsatz deshalb vor allem dort, wo sich Strom nicht direkt nutzen lässt. Für das Heizen in Privathaushalten spielt Wasserstoff derzeit praktisch keine Rolle.

Allgemeine Information, keine Rechts- oder Energieberatung im Einzelfall. Maßgeblich sind Ihr Vertrag, die Bedingungen Ihres Versorgers und die aktuelle Rechtslage.

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