Wasserkraft nutzt die Energie von fließendem oder herabstürzendem Wasser, um Strom zu erzeugen. Das Wasser treibt Turbinen an, die mit einem Generator verbunden sind. Sie ist eine der ältesten Formen der Energienutzung – früher trieb sie Mühlen und Sägewerke an.
Welche Kraftwerkstypen gibt es?
- Laufwasserkraftwerke stehen an Flüssen. Sie nutzen die natürliche Strömung und liefern rund um die Uhr relativ gleichmäßig Strom.
- Speicherkraftwerke sammeln Wasser in einem Stausee, meist im Gebirge. Das Wasser wird gezielt abgelassen, wenn Strom gebraucht wird.
- Pumpspeicherkraftwerke pumpen Wasser mit überschüssigem Strom nach oben und erzeugen bei Bedarf wieder Strom. Sie dienen vor allem als Speicher.
- Gezeitenkraftwerke nutzen Ebbe und Flut an der Küste.
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Wasserkraft in Deutschland
Der Anteil der Wasserkraft an der Stromerzeugung ist in Deutschland klein und liegt bei wenigen Prozent. Die meisten Anlagen stehen im Süden, vor allem in Bayern und Baden-Württemberg, wo Flüsse aus den Alpen viel Wasser und Gefälle mitbringen. Die geeigneten Standorte sind weitgehend genutzt, große neue Kraftwerke sind kaum zu erwarten. In trockenen Sommern mit wenig Wasser sinkt die Erzeugung. In Ländern wie Norwegen stammt dagegen der Großteil des Stroms aus Wasserkraft.
Vorteile und Nachteile
Wasserkraft ist gut planbar und lässt sich teilweise regeln. Damit ergänzt sie schwankenden Wind- und Solarstrom. Gleichzeitig greifen Staustufen und Wehre in die Natur ein: Fische können nicht mehr ungehindert wandern, und der Transport von Sand und Kies im Fluss verändert sich. Moderne Anlagen brauchen deshalb Fischtreppen und andere Schutzmaßnahmen. Welchen Anteil die Wasserkraft am Strom Ihres Anbieters hat, zeigt der Energiemix auf der Stromrechnung.
Allgemeine Information, keine Rechts- oder Energieberatung im Einzelfall. Maßgeblich sind Ihr Vertrag, die Bedingungen Ihres Versorgers und die aktuelle Rechtslage.