Ein solarthermisches Kraftwerk erzeugt Strom aus Sonnenwärme. Spiegel bündeln das Sonnenlicht und erhitzen damit ein Öl, Wasser oder geschmolzenes Salz. Mit der Hitze entsteht Dampf, der wie in einem herkömmlichen Kraftwerk eine Turbine mit Generator antreibt.
Welche Bauarten gibt es?
- Parabolrinnenkraftwerk: Lange, gebogene Spiegelrinnen bündeln das Licht auf ein Rohr in ihrer Brennlinie. Darin fließt ein Wärmeträger, oft ein spezielles Öl.
- Solarturmkraftwerk: Viele bewegliche Spiegel richten das Licht auf einen Empfänger an der Spitze eines Turms. Dort entstehen sehr hohe Temperaturen.
- Fresnel-Kraftwerk: Flache Spiegelstreifen ersetzen die gebogenen Rinnen und sind einfcaher zu bauen.
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Wo werden sie gebaut?
Solche Kraftwerke brauchen viel direkte Sonnenstrahlung. Diffuses Licht bei bewölktem Himmel lässt sich mit Spiegeln kaum bündeln. Sie stehen deshalb vor allem in sonnenreichen Ländern, zum Beispiel in Spanien, in Nordafrika, im Südwesten der USA oder in Chile. In Deutschland reicht die direkte Einstrahlung für einen wirtschaftlichen Betrieb nicht aus. Hier gibt es nur Forschungsanlagen, etwa den Solarturm in Jülich.
Vorteil: Die Wärme lässt sich speichern
Ein wichtiger Unterschied zur Photovoltaik: Die Wärme kann in großen Tanks gespeichert werden, meist mit geschmolzenem Salz. So erzeugen manche Anlagen auch nach Sonnenuntergang noch Strom. Dafür sind Bau und Betrieb aufwendiger. Weil Solarmodule stark im Preis gefallen sind, entstehen weltweit deutlich mehr Photovoltaikanlagen als solarthermische Kraftwerke. Für Haushalte in Deutschland spielt die Technik keine direkte Rolle. Im eigenen Haus nutzen Sie Sonnenwärme über die Solarthermie.
Allgemeine Information, keine Rechts- oder Energieberatung im Einzelfall. Maßgeblich sind Ihr Vertrag, die Bedingungen Ihres Versorgers und die aktuelle Rechtslage.