Die elektrische Spannung ist der „Antrieb“ des Stroms. Physikalisch beschreibt sie den Unterschied des elektrischen Potenzials zwischen zwei Punkten, etwa zwischen den Polen einer Batterie oder den Kontakten einer Steckdose. Gemessen wird sie in Volt (V), benannt nach dem italienischen Physiker Alessandro Volta, der eine der ersten Batterien baute.
Spannung anschaulich
Stellen Sie sich eine Wasserleitung vor: Die Spannung entspricht dem Wasserdruck. Ohne Druck fließt kein Wasser, ohne Spannung kein Strom. Wie viel Strom tatsächlich fließt, hängt zusätzlich vom Elektrischer Widerstand des Geräts oder der Leitung ab. Diesen Zusammenhang beschreibt das ohmsche Gesetz: Spannung = Widerstand × Stromstärke.
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Typische Spannungen im Alltag
- 1,5 Volt: übliche Batterie für Fernbedienung oder Taschenlampe
- 5 Volt: USB-Anschluss im Grundbetrieb
- 12 Volt: Bordnetz im Auto
- 230 Volt: Steckdose im Haushalt, als Wechselspannung mit 50 Hertz
- 400 Volt: Drehstrom für Herd, Durchlauferhitzer oder Wallbox
Warum Strom mit hoher Spannung transportiert wird
Für die gleiche Leistung braucht man bei hoher Spannung nur eine geringe Stromstärke. Weniger Strom bedeutet weniger Erwärmung der Leitungen und damit geringere Verluste. Deshalb wird Strom über weite Strecken mit sehr hohen Spannungen übertragen. Transformatoren in Umspannwerken und Ortsnetzstationen setzen die Spannung dann Stufe für Stufe herunter, bis am Hausanschluss 230 und 400 Volt ankommen. Welche Stufen es gibt, erklärt der Eintrag Spannungsebenen.
Ein wichtiger Hinweis
Schon die Haushaltsspannung von 230 Volt kann lebensgefährlich sein. Arbeiten an der Hausinstallation, am Sicherungskasten oder an fest angeschlossenen Geräten gehören deshalb in die Hände einer Elektrofachkraft. Auch beschädigte Kabel und Stecker sollten Sie nicht weiter benutzen, sondern austauschen lassen.
Allgemeine Information, keine Rechts- oder Energieberatung im Einzelfall. Maßgeblich sind Ihr Vertrag, die Bedingungen Ihres Versorgers und die aktuelle Rechtslage.