Ein Zweitarifzähler erfasst den Stromverbrauch getrennt nach zwei Zeitfenstern. Er hat dafür zwei Zählwerke: eines für den Hochtarif (HT) und eines für den Niedertarif (NT). So kann Strom zu verschiedenen Tageszeiten unterschiedlich abgerechnet werden.
Wie funktioniert die Umschaltung?
Welches Zählwerk gerade zählt, bestimmt eine Tarifschaltung. Bei älteren Anlagen übernimmt das eine Schaltuhr oder ein Rundsteuerempfänger, der Signale des Netzbetreibers empfängt. Digitale Zähler können die Umschaltung auch intern regeln. Die Zeiten für den Niedertarif legt der Netzbetreiber fest. Meist liegen sie in der Nacht, bei manchen Netzbetreibern zusätzlich in einem Zeitfenster am Tag.
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Wofür wird ein Zweitarifzähler genutzt?
Klassisch ist er bei einer Nachtspeicherheizung. Sie lädt ihre Wärmespeicher nachts mit günstigerem Nachtstrom auf und gibt die Wärme tagsüber ab. Auch bei einer Wärmepumpe oder einem elektrischen Warmwasserspeicher kommen Tarife mit zwei Zeitzonen vor. Oft gibt es für solche Geräte einen eigenen Zähler mit eigenem Vertrag.
Lohnt sich ein Zweitarifzähler?
Das hängt davon ab, wie viel Strom Sie in den günstigen Zeiten verbrauchen. Nutzen Sie den Niedertarif kaum, kann ein Eintarifzähler mit nur einem Preis die bessere Wahl sein. Vergleichen Sie Hoch- und Niedertarif sowie den Grundpreis, bevor Sie sich entscheiden. Denken Sie auch daran, dass ein zweites Zählwerk eigene Kosten für den Messstellenbetrieb verursachen kann.
Richtig ablesen
Notieren Sie beim Ablesen immer beide Zählwerke. Sie sind meist mit HT und NT oder mit den Kennziffern 1.8.1 und 1.8.2 beschriftet. Welches Zählwerk zu welchem Tarif gehört, steht auf Ihrer Rechnung. Weitere Tipps zum Strombezug in der Nacht finden Sie im Ratgeber Nachtstrom.
Allgemeine Information, keine Rechts- oder Energieberatung im Einzelfall. Maßgeblich sind Ihr Vertrag, die Bedingungen Ihres Versorgers und die aktuelle Rechtslage.