Den Stromanbieter zu wechseln ist einfacher, als viele denken – und der häufigste Weg, dauerhaft bei den Stromkosten zu sparen. Wir erklären verständlich, wie ein Stromwechsel abläuft, warum die Versorgung dabei nie unterbrochen wird und worauf Sie beim neuen Tarif achten sollten.
Was ist ein Stromwechsel?
Bei einem Stromwechsel tauschen Sie nur Ihren Stromlieferanten aus – also das Unternehmen, das Ihnen den Strom verkauft und in Rechnung stellt. An Ihrem Stromanschluss, am Zähler und am örtlichen Netz ändert sich nichts. Der Strom kommt weiter aus derselben Leitung.
Wer noch nie gewechselt hat, bezieht Strom meist über die Grundversorgung des örtlichen Grundversorgers. Sie ist bequem und sicher, aber in der Regel die teuerste Variante. Ein Wechsel in einen frei gewählten Sondertarif ist deshalb der einfachste Hebel, um die Stromrechnung zu senken.
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Warum lohnt sich der Wechsel?
Wie viel ein Wechsel bringt, hängt von Ihrem bisherigen Tarif und Ihrem Verbrauch ab. Wer aus der Grundversorgung in einen günstigen Tarif wechselt, spart in vielen Haushalten spürbar – je höher der Verbrauch, desto größer der Effekt. Konkrete Zahlen sehen Sie im Vergleich für Ihren Wohnort, nicht pauschal.
Ein zweiter Grund: Viele günstige Tarife gelten vor allem im ersten Jahr (Neukundenbonus). Danach wird es oft teurer – ein regelmäßiger Wechsel hält den Preis niedrig.
So läuft der Stromwechsel ab
Der Wechsel ist in wenigen Minuten erledigt und läuft fast vollständig automatisch:
- 1. Vergleichen: Geben Sie Postleitzahl und Jahresverbrauch (in kWh, steht auf der letzten Rechnung) in den Stromvergleich ein und wählen einen Tarif.
- 2. Abschließen: Sie brauchen nur Ihre Zählernummer und die Zählerstände bzw. die bisherige Kundennummer. Den Antrag füllen Sie online aus.
- 3. Zurücklehnen: Der neue Anbieter übernimmt die Kündigung beim alten Versorger und die Anmeldung beim Netzbetreiber. Sie müssen nichts weiter tun.
- 4. Umstellung: Zum Starttermin läuft der neue Tarif, der alte endet. Die Versorgung bleibt lückenlos.
Nur wenn Sie selbst außerordentlich kündigen (etwa bei einer Preiserhöhung), sollten Sie die Kündigung aktiv erklären – sonst erledigt das der neue Anbieter.
Worauf sollten Sie beim neuen Tarif achten?
- Laufzeit und Kündigungsfrist: Nach der Erstlaufzeit darf die Kündigungsfrist höchstens einen Monat betragen – so bleiben Sie flexibel.
- Preisgarantie: Eine umfassende Preisgarantie schützt vor Erhöhungen; eine eingeschränkte klammert Steuern und Abgaben aus.
- Bonus realistisch bewerten: Rechnen Sie den Preis im zweiten Jahr (ohne Bonus) mit – oder wechseln Sie rechtzeitig erneut.
- Abschlag: Setzen Sie den monatlichen Abschlag realistisch an, um hohe Nachzahlungen oder gebundenes Geld zu vermeiden.
- Vorkasse und Kaution meiden: Bei einer Anbieterpleite ist vorausbezahltes Geld schwer zurückzuholen.
- Sonderkündigungsrecht: Erhöht Ihr aktueller Anbieter den Preis, dürfen Sie außerordentlich kündigen und sofort wechseln.
Eine ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung finden Sie im Ratgeber Stromanbieter wechseln.
Häufige Fragen
Geht beim Wechsel der Strom aus?
Nein. Die Lieferung läuft technisch über Ihr örtliches Netz und reißt beim Wechsel nie ab. Es ändert sich nur, wer Ihnen den Strom in Rechnung stellt – eine Versorgungslücke ist gesetzlich ausgeschlossen.
Wer kündigt meinen alten Vertrag?
In der Regel der neue Anbieter. Nur bei einer außerordentlichen Kündigung (zum Beispiel wegen Preiserhöhung) erklären Sie diese selbst.
Wie lange dauert ein Stromwechsel?
Meist einige Wochen – abhängig von der Kündigungsfrist Ihres alten Vertrags. Bis zum Start versorgt Sie der bisherige Tarif weiter.
Kostet der Wechsel etwas?
Nein. Der Anbieterwechsel ist kostenlos. Es ändern sich nur Ihr Tarif und Ihr Vertragspartner.
Unser Fazit
Ein Stromwechsel ist kostenlos, dauert nur wenige Minuten und unterbricht die Versorgung nie – der neue Anbieter übernimmt Kündigung und Anmeldung. Wer die Grundversorgung verlässt und auf Laufzeit, Preisgarantie und Bonus achtet, zahlt dauerhaft weniger. Jetzt Stromtarife vergleichen oder im Energie-Lexikon weiterlesen.
Allgemeine Information, keine Rechts- oder Energieberatung im Einzelfall. Maßgeblich sind Ihr Vertrag, die Bedingungen Ihres Versorgers und die aktuelle Rechtslage.