Eine echte Parodontose (fachlich Parodontitis) verschwindet nicht von allein und lässt sich nicht einfach „wegputzen" – aber sie lässt sich stoppen. Entscheidend sind eine professionelle Parodontitisbehandlung beim Zahnarzt, konsequente Mundhygiene zu Hause und der Verzicht aufs Rauchen. Die Entzündung heilt dann ab; bereits verlorener Kieferknochen bildet sich allerdings nur selten zurück.
So stoppt der Zahnarzt die Parodontitis
- gründliche Reinigung ober- und unterhalb des Zahnfleischs (Parodontitisbehandlung, Entfernen von Belag und Zahnstein in den Taschen)
- bei tiefen Zahnfleischtaschen zusätzlich Laser, Vector-Methode oder ein kleiner chirurgischer Eingriff
- regelmäßige Nachsorge (unterstützende Parodontitistherapie), damit die Entzündung nicht zurückkehrt
Was Sie selbst dazu beitragen
- zweimal täglich putzen und täglich die Zahnzwischenräume reinigen (Interdentalbürste oder Zahnseide)
- nicht rauchen – Rauchen ist der größte vermeidbare Risikofaktor
- eine bestehende Zuckerkrankheit (Diabetes) gut einstellen lassen
Was die Behandlung kostet
Die Krankenkasse zahlt die medizinisch notwendige Parodontitisbehandlung nach Antrag. Ergänzende Verfahren und die professionelle Zahnreinigung sind dagegen oft Privatleistungen – eine Zahnzusatzversicherung übernimmt sie je nach Tarif. Dieser Text ist eine allgemeine Information und ersetzt nicht die Beratung durch Ihre Zahnärztin oder Ihren Zahnarzt.
Allgemeine Information, keine medizinische, rechtliche oder steuerliche Einzelberatung. Maßgeblich sind Ihr Heil- und Kostenplan, Ihre Krankenkasse und die Bedingungen Ihres Versicherungstarifs.