Abwärme ist Wärme, die bei technischen Prozessen als Nebenprodukt entsteht und oft ungenutzt an die Umgebung abgegeben wird. Sie fällt etwa in Industrieanlagen, Rechenzentren und Kraftwerken an, aber auch bei Haushaltsgeräten.
Wo entsteht Abwärme?
- in Kraftwerken, die Brennstoffe verbrennen, um Strom zu erzeugen
- in der Industrie, zum Beispiel bei der Herstellung von Stahl, Glas oder Chemikalien
- in Rechenzentren, deren Server ständig gekühlt werden müssen
- im Haushalt, etwa an der Rückseite von Kühlschrank und Gefriergerät oder in der Abluft
Je mehr Energie als ungenutzte Wärme verloren geht, desto geringer ist der Wirkungsgrad einer Anlage.
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Wie lässt sich Abwärme nutzen?
Wird Abwärme genutzt, steigt die Energieeffizienz, weil weniger zusätzliche Energie zum Heizen nötig ist. Wichtige Wege sind:
- Kraft-Wärme-Kopplung: Anlagen erzeugen Strom und nutzen die dabei entstehende Wärme gleich mit.
- Fernwärmenetze: Sie verteilen Wärme aus Kraftwerken, Industriebetrieben oder Rechenzentren an Gebäude.
- Wärmepumpen: Sie können auch Abwärme mit niedriger Temperatur auf ein Niveau anheben, mit dem sich heizen lässt.
Wärmerückgewinnung im Haus
Auch in Wohngebäuden geht Wärme verloren, vor allem mit der abluft beim Lüften. Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung führen die warme Abluft an der kalten Frischluft vorbei, ohne dass sich beide vermischen. So wird die Zuluft vorgewärmt, und es muss weniger nachgeheizt werden.
Bei Haushaltsgeräten gilt: Kühlschränke und Gefriergeräte brauchen ausreichend Luft, damit sie ihre Abwärme abgeben können. Stehen sie direkt neben Herd oder Heizung, müssen sie mehr arbeiten und verbrauchen mehr Strom.
Allgemeine Information, keine Rechts- oder Energieberatung im Einzelfall. Maßgeblich sind Ihr Vertrag, die Bedingungen Ihres Versorgers und die aktuelle Rechtslage.