Klimaneutralität bedeutet, dass unterm Strich keine zusätzlichen Treibhausgase in die Atmosphäre gelangen. Dafür werden Emissionen so weit wie möglich vermieden, und was sich nicht vermeiden lässt, wird ausgeglichen. Man spricht auch von „Netto-Null“.
Vermeiden, verringern, ausgleichen
Am Anfang steht in der Regel, den Ausstoß zu senken – etwa durch einen geringeren Energieverbrauch und erneuerbare Energien. Restemissionen lassen sich zum Beispiel über Klimaschutzprojekte ausgleichen, die an anderer Stelle Treibhausgase einsparen oder binden, etwa durch Aufforstung. Dafür werden Zertifikate gekauft. Dieses Vorgehen heißt CO₂-Kompensation.
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Klimaneutral, CO₂-neutral, treibhausgasneutral
Die Begriffe werden oft gleichbedeutend verwendet, meinen aber nicht immer dasselbe. „CO₂-neutral“ bezieht sich häufig nur auf Kohlendioxid, „treibhausgasneutral“ auf alle Treibhausgase, also auch Methan und Lachgas. Deutschland hat sich im Klimaschutzgesetz das Ziel gesetzt, bis 2045 treibhausgasneutral zu sein – ein Kernziel der Energiewende.
Vorsicht bei Werbung mit „klimaneutral“
Gerade bei Gas- und Stromtarifen lohnt es sich, genau hinzusehen. Ein als „klimaneutral“ beworbener Gastarif liefert in der Regel weiterhin fossiles Erdgas. Der Anbieter gleicht die Emissionen lediglich über Zertifikate aus, und die Qualität solcher Projekte ist sehr unterschiedlich. Die Regeln der EU gegen Greenwashing, also irreführende Umweltwerbung, werden strenger – gerade für Werbeaussagen, die sich allein auf Kompensation stützen.
Achten Sie deshalb darauf, ob ein Tarif Emissionen tatsächlich vermeidet, etwa durch Ökostrom oder einen Anteil Biogas, oder ob er sie nur ausgleicht.
Allgemeine Information, keine Rechts- oder Energieberatung im Einzelfall. Maßgeblich sind Ihr Vertrag, die Bedingungen Ihres Versorgers und die aktuelle Rechtslage.