Nachhaltigkeit bedeutet, Ressourcen so zu nutzen, dass künftige Generationen nicht benachteiligt werden. Es geht darum, heute nicht mehr zu verbrauchen, als sich erneuern lässt – ökologisch, wirtschaftlich und sozial.
Woher kommt der Begriff?
Der Gedanke stammt aus der Forstwirtschaft. Hans Carl von Carlowitz, ein sächsischer Oberberghauptmann, beschrieb 1713 in seinem Werk „Sylvicultura oeconomica“, dass man nur so viel Holz schlagen sollte, wie wieder nachwachsen kann. Holz war damals knapp, weil Bergbau und Verhüttung große Mengen davon verbrauchten. Später wurde Nachhaltigkeit zu einem Leitbild der internationalen Umwelt- und Entwicklungspolitik.
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Die drei Dimensionen
- ökologisch: Natur, Klima und Rohstoffe schonen
- ökonomisch: wirtschaftlich tragfähig handeln, ohne auf Kosten der Zukunft zu leben
- sozial: faire Lebens- und Arbeitsbedingungen sichern, heute und für kommende Generationen
Die drei Bereiche hängen zusammen und sollen möglichst miteinander in Einklang gebracht werden. Auf die Energieversorgung übertragen heißt das: Sie soll umweltverträglich, bezahlbar und sicher sein. So beschreibt es auch das Energiewirtschaftsgesetz als Ziel.
Nachhaltigkeit und Energie
Im Energiebereich steht Nachhaltigkeit vor allem für erneuerbare Energien, die sich auf natürliche Weise erneuern, und für einen sparsamen Umgang mit Energie. Für Sie als Verbraucher heißt das zum Beispiel: Geräte mit guter Energieeffizienz wählen, sie lange nutzen und reparieren lassen, statt sie sofort zu ersetzen. Wer Ökostrom bezieht, kann sich an einem Ökostrom-Label orientieren.
Vorsicht ist geboten, wenn „nachhaltig“ nur als Werbewort dient und nicht nachvollziehbar ist, was dahintersteckt – ähnlich wie bei Werbung mit Klimaneutralität.
Allgemeine Information, keine Rechts- oder Energieberatung im Einzelfall. Maßgeblich sind Ihr Vertrag, die Bedingungen Ihres Versorgers und die aktuelle Rechtslage.