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Energie-Lexikon – Erneuerbare Energien

Geothermie

Auch: Erdwärme, Hot-Dry-Rock-Verfahren, Tiefengeothermie, oberflächennahe Geothermie, petrothermale Geothermie

Von der Redaktion VergleichDirektAktualisiert am 16. Oktober 2026

Geothermie ist die im Erdinneren gespeicherte Wärme und ihre technische Nutzung. Sie gehört zu den erneuerbaren Energien und steht unabhängig von Wetter, Tages- und Jahreszeit zur Verfügung. Genutzt wird sie zum Heizen und Kühlen von Gebäuden, für Wärmenetze und teilweise auch zur Stromerzeugung.

Oberflächennahe Geothermie

Schon wenige Meter unter der Oberfläche ist der Boden das ganze Jahr über ähnlich temperiert. Diese Wärme lässt sich mit einer Wärmepumpe nutzen. Dafür gibt es mehrere Wege:

  • Erdwärmesonden reichen senkrecht in den Boden, oft bis zu etwa hundert Meter tief.
  • Erdwärmekollektoren liegen waagerecht in geringer Tiefe unter einer Gartenfläche.
  • Brunnenanlagen nutzen die Wärme des Grundwassers.

Bohrungen für Erdwärmesonden müssen in der Regel bei der zuständigen Behörde angezeigt oder genehmigt werden. Ein Fachbetrieb prüft vorab, ob der Untergrund geeignet ist.

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Tiefe Geothermie

Mit zunehmender Tiefe wird es wärmer, im Durchschnitt um rund drei Grad je 100 Meter. Bei der hydrothermalen Geothermie wird heißes Thermalwasser aus Tiefen von oft mehreren tausend Metern gefördert. Es liefert Wärme für Wärmenetze und die Fernwärme, bei ausreichender Temperatur auch Strom. Danach wird das abgekühlte Wasser wieder in den Untergrund geleitet. Gute Bedingungen gibt es in Deutschland unter anderem im Raum München, am Oberrhein und im Norddeutschen Becken.

Hot-Dry-Rock-Verfahren

Wo kein Thermalwasser vorhanden ist, kann heißes, trockenes Gestein genutzt werden. Beim Hot-Dry-Rock-Verfahren, auch petrothermale Geothermie genannt, wird Wasser unter hohem Druck durch das Gestein gepresst. Es erhitzt sich dort und wird über eine zweite Bohrung wieder nach oben geholt. Das Verfahren ist technisch anspruchsvoll. Bei tiefen Bohrungen können zudem spürbare Erschütterungen auftreten. Deshalb werden solche Projekte sorgfältig geprüft und überwacht.

Allgemeine Information, keine Rechts- oder Energieberatung im Einzelfall. Maßgeblich sind Ihr Vertrag, die Bedingungen Ihres Versorgers und die aktuelle Rechtslage.

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