Offshore-Windenergie ist Strom aus Windkraftanlagen, die im Meer stehen. In Deutschland liegen die Windparks in der Nordsee und der Ostsee. Das Gegenstück, die Windkraft an Land, nennt man Onshore.
Warum Windparks auf See?
Auf dem Meer weht der Wind stärker und vor allem stetiger als an Land. Es gibt keine Hindernisse wie Hügel, Wälder oder Gebäude. Offshore-Anlagen erzeugen deshalb über das Jahr gerechnet mehr Strom je installierter Leistung. Sie sind zudem meist größer als Anlagen an Land. Viele deutsche Windparks liegen weit vor der Küste und sind vom Strand aus kaum oder gar nicht zu sehen.
Weil der Wind auf See verlässlicher weht, gilt Offshore-Strom als wichtiger Baustein der Energiewende. Er kann die stärkeren Schwankungen an Land teilweise ausgleichen.
Kostenlos und unverbindlich: Wir zeigen Ihnen günstige Strom- und Gastarife an Ihrem Wohnort – mit Wechselservice und ohne Versorgungslücke.
Wie kommt der Strom an Land?
Die Anlagen stehen auf Fundamenten im Meeresboden. Ihr Strom wird auf See gesammelt und über Seekabel an die Küste geleitet. Bei großen Entfernungen, vor allem in der Nordsee, nutzt man dafür häufig Gleichstrom, weil er sich über lange Kabelstrecken besser übertragen lässt. An Land wird er wieder in Wechselstrom umgewandelt und ins Stromnetz eingespeist.
Welche Herausforderungen gibt es?
- Bau und Wartung auf See sind aufwendig und teurer als an Land.
- Der Strom entsteht im Norden, gebraucht wird er aber auch in den Industrieregionen im Süden und Westen. Dafür ist ein umfangreicher Netzausbau nötig.
- Ein Teil der Kosten für die Netzanbindung wird über die Offshore-Netzumlage auf den Strompreis verteilt. Mehr dazu unter Umlagen auf den Strompreis.
- Bei der Planung müssen Meeresschutz, Schifffahrt und Fischerei berücksichtigt werden.
Allgemeine Information, keine Rechts- oder Energieberatung im Einzelfall. Maßgeblich sind Ihr Vertrag, die Bedingungen Ihres Versorgers und die aktuelle Rechtslage.